17.11.2019
Listenvorstellung der Jungen Wähler

Wir sind jung, haben Ideen, sind engagiert und „das Original“:
Am Freitag 15.11.2019 haben die Jungen Wähler ihre Kandidaten für die Stadtratswahlen präsentiert.

Siegfried Wagner, Vorsitzender der Freien Wähler, hatte eigens in seinem Archiv gekramt, um alte Wahlkampfplakate und Flyer herauszuholen. Wie auch Dieter Müller, der derzeitige Vertreter der JW im Stadtrat, wunderte er sich, dass vor wenigen Wochen eine „Liste Junge Waldmünchner“ als Novum präsentiert wurde. „Vielleicht bei der CSU, aber uns gibt es schon seit 1990“, betonte Wagner. Es sei unglücklich – „oder gewollt?“ – dass der Name ähnlich ist. Das eigene JW gegen die neue LJW, die der CSU nahe steht. Siegfried Wagner machte deutlich, dass das Engagement junger Leute in der Politik grundsätzlich begrüßenswert sei, zumal der Altersdurchschnitt im Stadtrat doch recht hoch sei. „Es ist toll, wenn jungen Menschen für Waldmünchen was reißen wollen“.Die Jungen Wähler, das sei eine Erfolgsgeschichte. Seit 1990 habe es stets für ein Stadtratsmandat gereicht. Wagner nannte die Namen Helmut Weichselmann, Sepp Schober, Mario Blume, Stefan Paa und Dieter Müller.

Mehr Heimatverbundenheit

Bürgermeisterkandidat Wolfgang Kürzinger ermunterte den Nachwuchs, mit breiter Brust aufzutreten: „Ihr seid Das Original!“. Er nahm ihn aber auch in die Pflicht: Die Kommune so aufzustellen, dass sie für die nächsten Generationen passt, gehe nicht ohne das Wort der Jungen. „Fordert uns, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen“. Ohne die Jugend werde sich nichts bewegen. Diese habe er als heimatverbunden, werteorientiert und traditionsbewusst war. Dass sie in der Heimat bleiben wollen, sei ein Auftrag an die Stadtverantwortlichen. Allerdings sei von dort lediglich „alles bestens, alles prima“ zu hören. „Die Rückmeldungen uns gegenüber sind andere, wir brauchen Veränderung“, machte er deutlich. Kürzinger bemerkte stolz, dass die Liste nicht nur unglaublich schnell gefüllt war, sondern mit 50 Prozent Anteil auch die weiblichste ist. Zudem sei das ausgewogene Verhältnis zwischen Stadt und Umland ein Qualitätsmerkmal.
 

Kritik an „Heimatloft“

Berge könne man in der Stadtratsopposition zwar nicht versetzen, aber immerhin Maulwurfshügel, bilanzierte Dieter Müller. Im Bündeln von Kräften sei es aber gelungen, Entscheidungen zu generieren und zu beeinflussen. Als große Themen nannte er den Neubau des Kindergartens, bei dem sich die Freien Wähler „leider“ bei der Standortfrage nicht durchsetzen konnten. Kritik übte er am Projekt Heimatloft. „Schön, dass wir über alles geredet haben, passiert ist nur nichts“. Unter anderem höre man seit Juli von der entsprechenden Homepage, „online ist aber nichts“.

Christian Pfaffl, der Dieter Müller als Listenführer ablösen wird (Müller kandidiert auf der „Erwachsenenliste“), berichtete, dass es kaum eine Zurückweisung bei Kandidaturanfragen gab. Deswegen sei Ende September annähernd Alles in trockenen Tüchern gewesen. „Und alle haben richtig Bock!“, fügte er an. Weil an dem Abend bewusst noch nicht über eigene Inhalte gesprochen werden solle, beließ es Pfaffl bei der Maxime: „Wir wollen Ideen und andere Ansichten einbringen“. Er kombinierte die Aufrufe von Wolfgang Kürzinger: „Pack mer’s“ und Dieter Müllers „Jetzt erst Recht!“. „Jetzt pack mer‘s erst recht“.

Die Kandidaten (alphabetisch): Sabrina Bauer, Manuel Bücherl, Martin Eidenhardt, Selina Ertl, Bastian Fischer, Isabella Frei, Sofia Harter, Matthias Heimann, Sofie Huber, Anja Kürzinger, Markus Liegl, Johannes Lommer, Florian Mühlbauer, Sabrina Müller, Christian Pfaffl, Noah Preising, Milena Ring, Susanne Steudle, Dominik Vachal und Angelina Vogl. Ersatz: Lena Wagner und Bettina Kürzinger.